E-Learning-Technik: Versuch eines ersten Resümees

Juni 7, 2007

Kontra: Gleichschaltung aller Teilnehmer

Versuchskaninchen – im wahrsten Sinne der Wortes – sind alle Teilnehmer des Seminars E-Learning-Technik, meine Wenigkeit eingeschlossen. Eine bunt zusammengewürfelte, kritische Menge an StudentInnen, bei der jeder unterschiedlichste Voraussetzungen, Vorwissen und Technikaffinität mitbringt –  viele betreten mit Blog’s, Wikis sowie dem Austesten diverser Softwarelösungen völliges Neuland, manche eher weniger. Und genau in dieser Vielschichtigkeit der Teilnehmer liegt, zumindest meiner Meinung nach, der Pferdefuß des Konzepts: Formuliere ich meine Blog-Einträge für Laien? Oder für fortgeschrittene Nutzer? Oder für Profis? Wie viel Vorerfahrung mit der Software ist bereits vorhanden, was muss ausführlicher erklärt werden? Warum werden Inhalte doppelt (im Blog und im Wiki) abgelegt? Wäre eine systematische Verlinkung der Blogs nicht ausreichend? Oder könnte man sich auf ausführliche Abhandlungen im Wiki beschränken? Unsere Seminarleiter sind zweifelsohne hoch motiviert und geben auch telefonisch unbürokratische Hilfe. Aber alle Teilnehmer „über einen Kamm zu scheren“ und zumindest teilweise nach dem „Laizzes-Faire-Prinzip“ agieren zu lassen, ist nicht der optimale Ansatz. Zum Lösen der Mediator-Aufgabe etwa habe ich mir keinen einzigen Blog- oder Wiki-Eintrag zum Gemüte geführt. Eine „Einteilung“ der Teilnehmer nach Vorerfahrung gleich zu Beginn des Seminars wäre wichtig gewesen, um eine gewisse „Frustration“ auf der einen und „Langeweile“ auf der anderen Seite zu vermeiden. Der Zeitaufwand zum Erstellen der Inhalte ist teilweise extrem hoch – erst recht in der ISWI-Woche (daher auch der verspätete Fireworks-Eintrag)

Pro: Technische Themenvielfalt

Das technische Themenspektrum des Seminars ist sehr breit aufgestellt und – zumindest für mich – durchgehend interessant. Der Tutorblog gibt jederzeit Überblick auf wichtige Informationen und Aufgaben, die etwas unübersichtlich daher kommende „Protopage“-Zentrale als zentrales Linkverzeichnis zu allen Blogs ist praktisch. Alles in allem wird im Seminar mit vielen Werkzeugen (Blog, Wiki, Chat, Skype…) des Web2.0-Mitmach-Internets hantiert, die Sinn ergeben, aber die Menge an unterschiedlichen Seiten und Informationsquellen führt teilweise auch zu einer gewissen „Byte-Überfrachtung“.

Alles in allem ist das fortschrittliche, technikorientierte Konzept des Seminars zu begrüßen und führt vor allem Laien in vielschichtige Netz- und Softwarelösungen ein.   

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Eine Antwort to “E-Learning-Technik: Versuch eines ersten Resümees”

  1. Marcel said

    Hallo Martin,

    vielen Dank für Deine kritischen Hinweise! Ein sehr konstruktives Feedback, bei dem man Einiges für kommende Veranstaltungen berücksichtigen sollte. Auch wenn ich das Wort „Gleichschaltung“ nicht ganz so passend finde. Es ist schon so, dass ihr die ersten seid, die so konzentriert den Umgang mit Web2.0-Tools ausprobieren. Wir haben da selbst sehr viel Neuland betreten und konnten dadurch auch nicht vollständig den Aufwand abschätzen. Aber wir wollten Euch natürlich nicht als Versuchskaninchen behandeln, sondern haben uns eine Situation erhofft, bei der beide Seiten voneinander lernen können. Ich hoffe, das ist uns bisher wenigstens ein stückweit gelungen.

    Ansonsten gibts ja am kommenden Mittwoch in der Feedback-Runde noch reichlich Gelegenheit für Kritik und Hinweise.

    Beste Grüße
    Marcel

    PS: Und, falls noch nicht erledigt, bitte den Online-Fragebogen nicht vergessen!

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