Zusammen mit Tim & Uwe war es in den letzten zwei Wochen meine Aufgabe, sich mit dem Programm „Camtasia Studio“ auseinander zu setzen. Die beiden haben außerdem ein Anleitungsvideo auf der Moodle-Plattform bereitgestellt – mein Part beschränkt sich daher auf die Beschreibung Allgemeiner Informationen zur Softwarelösung.

Hinweiß:

Mein Artikel erscheint im Übrigen nicht absichtlich zu spät, denn das hat man davon, wenn man seine Daten (oder eben den „Blog“) in fremde Hände legt:

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Wozu?

Mit Camtasia Studio kann man – simpel ausgedrückt – den Computerbildschirm abfilmen und das so gewonnene Bewegtbildmaterial für Demonstrations-DVDs oder Videoanleitung aufarbeiten.

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Kostenpunkt?

Der Hersteller TechSmith bietet eine kostenfreie Testversion (aktuell: Camtasia Studio 4) für 30 Tage an, wer die Software nach dem Ablauf dieses Zeitraums noch nutzen möchte, muss für eine Einzellizenz 286,99 € pro Stück berappen – keine gerade berauschenden Aussichten für das geplagte Studentenportemonnaie also.

 

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Als kostenfreie und „Studentengeldbeutelschonende“ Alternativen, die wohlgemerkt nur zum Abfilmen des PC-Bildschirms dienen und mit den ausgefeilten Hervorhebungswerkzeuge sowie dem Bedienkomfort von Camtasia Studio nicht mithalten können, kommt etwa die Freeware Camstudio in Frage.

Was brauche ich, um Camtasia Studio nutzen zu können?

Windows

Anforderungen für Video-Aufnahme und -bearbeitung:

– Microsoft Windows 2000, XP oder neuer

– Microsoft DirectX 9 oder neuer

– 1-GHz-Prozessor (2,5 GHz empfohlen)

– 512 MB Systemarbeitsspeicher (1024 MB empfohlen)

– 60 MB verfügbarer Festplattenspeicher

– Windows-kompatible Soundkarte, Mikrofon und Lautsprecher

Anforderungen für die Video-Wiedergabe:

– Der TSCC-Codec muss installiert sein

– Microsoft Windows 95, 98, Me, NT, 2000, XP oder neuer

– 90-MHz-Prozessor

– 16 MB Systemarbeitsspeicher

Ein ausführlicher Pro-Kontra-Vergleich, aus dem auch die Systemvoraussetzungen entnommen wurden, findet sich hier. Für Alternative Betriebssystem, wie z.B. Linux steht Camtasia Studio NICHT zur Verfügung!

Die Qual der Wahl – Formatfragen!

Das Abfilmen des Bildschirms erfolgt über ein übersichtliches und intuitives Menü (Camtasia Recorder), das Bewegtbildmaterial lässt sich später im eigentlichen Hauptprogramm nachbearbeiten und in eine Vielzahl unterschiedlicher Ausgabeformate exportieren. Bei hohen Auflösungen (siehe Bild) beschwert sich zwar der Recorder, die Aufnahme mit einer (Standard)Bildschirmauflösung von 1280×1024 Pixeln funktionierte schlussendlich aber problemlos und in erstaunlich guter Qualität – vergleichbare Freeware-Lösungen müssen dabei passen.

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Je nach Einsatzzweck (Internet, DVD, CD-ROM) bieten sich unterschiedliche Ausgabemöglichkeiten an, hier einmal in einer Übersicht dargestellt:

 

 

Internet:

Flash (erste Wahl, da eines der meist verbreitesten Formate im Internet – siehe Youtube & Co)

WMV

Quicktime

RM (Realmedia)

GIF (nicht zu empfehlen bei langen und hochauflösenden Videos, da zu große Datei)

lokaler PC:

AVI

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Der Export-Assistent ist vorbildlich aufgebaut und leicht verständlich – mit wenigen Klicks kommt man dabei ans Ziel. Leider unterstützt Camtasia Studio keine Ausgabe als MPEG-Videomaterial (für DVDs), der als „DVD-kompatibel“ gelistete Eintrag erzeugt unverständlicherweise nur herkömmliche „AVIs“, die anschließend auf „DVD“ gebrannt werden können – dummerweise bleibt dann bei den meisten Standalone-DVD-Playern der Bildschirm schwarz.

Der Hersteller Techsmith bietet im Übrigen auf seinen Internetseiten eine Einführung „Erste Schritte“ sowie ein umfangreiches Handbuch an – beide jeweils im PDF-Format.

Hier ein kleines, von mir erstelltes Video (Quicktime, MOV, 10 Mbyte, 640×480 Pixel)